![]() |
|||
![]() |
|||
Genre: Sage Gebiet: Vereintes Königreich Zielgruppe: Großteils Dúnedain Autor: Naadirah Es war einmal vor langer Zeit, am nordwestlichen Ufer des Nenuial in Arthedain, da lebte ein König und sein Gehvolke in einem wunderschönen Schloss. Prachtvoll waren seine Gärten in denen zahlreiche Tiere lebten und er hatte die schönsten Töchter im ganzen Land. Selbst die Valar und die Maiar waren ihnen gut gesonnen. Wenn von Osten her die Sonne aufging, so leuchtete das ganze Schloss unter ihren Strahlen, wie als wäre der Mond vom Himmel gefallen. Viele Besucher kamen zu dem Schloss um dessen Schönheit zu betrachten. Manch einer sagte, der König hätte alles, was man sich nur wünschen kann, seine Ernten waren stets reich gewesen und nie hatte jemand Hunger leiden müssen. Doch all das reichte dem König nicht, der zwar stolz auf sein Reich war, doch war es, wie fast alles, vergänglich. Kummer brachte dieser Gedanke ihm und seinen Hofleuten, denn sie wollten die Pracht für die Ewigkeit bewahren und so beteten sie zu den Valar, die ihnen schon so viel geschenkt hatten, und baten um Unsterblichkeit. Sie wollten das ihr Königreich für immer die Welt beglückt. Die Valar, erzürnt von dem nimmersatten König, gaben ihnen das was sie wollten, sie schenkten ihm und seinem Königreich die Unendlichkeit. Erst zu spät sah der König was er angerichtet hatte, denn die Strafe war, dass sie zwar die Unendlichkeit geschenkt bekamen, doch erschien das Schloss und deren Bewohner von diesem Tag an nur noch alle 500 Jahre für eine Nacht. Sobald die Sonne unterging erschien es bis zum Morgengrauen, dann war der Zauber vorbei und das Schloss ruhte wieder viele, viele Jahre im verborgenen. Traurig war der König, denn keiner konnte nun mehr den wundervollen Glanz des Schlosses im Morgengrauen betrachten und selbst die Reisenden, die das Glück hatten eben zu dieser einen Nacht am Ufer des Nenuial zu sein, verschwanden wieder, sobald der Morgen graute, denn niemanden war es gestattet in dem Schloss zu verweilen und niemand durfte es verlassen. Und auch wenn sie sich mit ihrem Schicksal abfanden, so waren sie traurig darüber und nicht jeder wollte sich eingestehen, dass es keinen Ausweg gab. Es heißt das die jüngste Tochter in einer dieser Nächte, in der das Schloss erscheint, ihren goldenen Schlüssel zum Hoftor in den See geschmissen hat, in der Hoffnung das eines Tages jemand den Schlüssel finden und den Fluch brechen würde, doch bis heute ist dies noch nicht geschehen. Und so wartet die Prinzessin noch immer auf ihrem Balkon und hoff das eines Tages die Menschen wieder den Pracht des Schlosses, welches im Laufe der Zeit den Namen Peleth Aranarth - das verblasste Königreich - bekommen hat, betrachten können. Entstanden ist die Geschichte sicher als eine Abwandlung vom Schicksal Numenors, die Insel der Dunédain, die bei der Wandlung der Welt zerstört wurde, weil die Númenorer sich wünschten unsterblich zu sein und versuchten nach Valinor zu gelangen. Bestärkt wurde die Legende wahrscheinlich von Wasser- und Luftspiegelungen, in denen man viel skurriles und unerklärliches sehen kann. <<< Zurück zur Übersicht |
![]() |
||