Willkommen in Atania!

Es war ein schrecklich heißer Tag Mitte Urimë als Anakin und Naadirah im kühlen Gras unter den schattigen Bäumen des Gartens in der Klippenstrasse lagen.
„Das ist unerträglich.“, meinte Anakin, nicht im Stande sich zu bewegen.
„Da hast du recht, aber irgendwie finde ich, dass wir unsere Zeit doch mit etwas Sinnvolleres anstellen sollten.“, entgegnete ihm Naadirah mit geschlossenen Augen.

„Ob es irgendwo kühler ist?“, fragte Anakin, Naadirahs Kommentar ignorierend.
„Wer weiß …. Vielleicht irgendwo … aber definitiv nicht hier.“
„Stell dir mal vor irgendwo gäbe es einen Ort an dem es jetzt Winter wäre … nein, Winter muss auch nicht sein … hm … ein Ort mit verschiedenen Temperaturen so das man nur ein paar Kilometer reiten müsste und es wäre warm, und etwas südlicher wäre es mild, dann könnte man immer dort sein, wo es einem gerade am besten passt.“

Naadirah, die sich auf ihre Ellebogen gestützt hatte, schaute plötzlich zu Anakin.
„Ich glaub die Hitze macht dich wahnsinnig.“
„Ich würde diesen Ort Atania nennen.“
Ein Grinsen lag in seinem Gesicht, befriedigt von dem Gedanken, dass irgendwo anders es jetzt erträglicher wäre.
„Atania?“, fragte Naadirah ungläubig nach. „Und wo soll das sein?“
„Irgendwo da.“ Anakins Arm deutete auf eine Richtung in der irgendwo das Meer sein müsste.

Skeptisch verfolgte sie die Richtung seines Arms mit ihrem Blick und murmelte etwas wie „Ah ja.“.
„Und dort gibt es die Tatmani!“, sagte er als wäre es das normalste auf der Welt.
„Die Tat-Mani?“
Und mit einem Mal sprang Anakin auf, zückte sein Schwert und kämpfte gegen einen unsichtbaren Gegner.
„Ja die Tatmani! Das gefürchtete Wüstenvolk mit ihren Drachenreitern.“
Naadirah lachet herzlich als sie ihm so zusah.
„Aber vergesse nicht die Geflügelten vor denen die Tatmani Angst haben!“ Aus irgendeinem Grund hatte die Idee sie angesteckt und nun war es Anakin der mitten in seinem Kampf anhielt und verwundert zu ihr hinab blickte.

„Geflügelte? So wie Adler?“
„Nein, Menschen mit Flügeln.“, antwortete sie ihm locker.
„Geflügelmenschen?“, sagte er und begann zu lachen, vor seinem inneren Auge konnte er Hühner mit Menschenköpfen sehen die stolperten weil ihre Haare zu lang waren.
„Nein! Große, schöne Menschen mit weiten Flügeln, die Geflügelten eben und sie herrschen über die Winde.“, erklärte sie ihm.
„Hey, dann herrschen meine über das Feuer!“, sagte er im Protest.
„Und die anderen Elemente?“, erkundigte sich Naadirah.
„Nun, dann brauchen wir eben noch zwei Völker mehr.“
Dies war durchaus eine logische Schlussfolgerung.
„Und ich will einen Baum der nach unten wächst!“, fügte Anakin rasch hinzu.

Und so fanden Naadirah und Anakin eine neue Beschäftigung um sich bei Laune zu halten. Naadirah übernahm das zeichnen der Karten, da sie in so etwas viel besser war als Anakin, dafür beschrieb er die Fauna und Flora und bekam seinen Baum der in die Erde wuchs.
Eines Tages, als sie viele Stunden damit verbracht hatten alle möglichen Ideen zu sammeln, brachte Naadirah ein unbeschriebenes Buch mit, damit sie ihre Ideen dort aufschreiben konnten.

“Wer weiß, vielleicht wird es ein Theaterstück.“, grübelte sie und begann zu schreiben:

Mittelerde wächst und gedeiht. Es ist das Zeitalter der Menschen. Eine Zeit des Friedens. Doch neben alle dem gibt es noch eine andere Welt. Eine Welt, die nicht nur vergessen scheint für Mittelerde, sondern eine Welt, die tatsächlich vergessen ist, da nie jemand von ihr wusste.

Der Kontinent Atania liegt fern von Mittelerde, noch viel weiter als die südlichste Wüste reicht. So weit, dass Atania nicht einmal das heiße Klima des Südens hat, sondern in vielen Teilen eher ein recht mildes Klima aufweist.

Es ist ein weiterer Versuch der Valar gewesen eine Zivilisation zu schaffen, und nur weil, die wunderbaren Geschichten nicht bis nach Mittelerde reichen, heißt dass noch lange nicht, dass die Welt nicht ihre eigene Geschichte hat.

So tretet ein in die zauberhafte Welt von Atania.